Wir freuen uns bekanntzugeben, dass unter dem Lead der Universität Graz (Dr. Stephan Koblmüller) in Kooperation mit dem Universalmuseum Joanneum (Mag. Wolfgang Paill) und dem Ökoteam als Wirtschaftspartner (Dr. Werner Holzinger) ein weiteres ABOL-Projekt angelaufen ist. Im BRIDGE-1 Projekt BIO-PLANBAR (FFG, BMVIT) soll der Einsatz von DNA-Barcoding zur effizienteren Artbestimmung im Zuge von naturschutzkonformen (UVP) Planungsprozessen von Bauvorhaben untersucht werden.
Um die Auswirkungen von Bauprojekten auf die lokale Fauna und Flora abschätzen zu können, ist eine sehr gute Kenntnis der Organismen erforderlich. In der Regel werden bestimmte Indikatorgruppen dafür herangezogen. DNA-Barcoding kann diesen Schritt der Artbestimmung vereinfachen und beschleunigen und die klassische morphologische Artbestimmung, besonders bei Jungtieren, Larvenstadien und Eiern, ergänzen. Die Voraussetzung dafür ist allerdings eine möglichst vollständige Referenzdatenbank. Diese soll im Rahmen des Projekts für UVP-relevante Tiergruppen erstellt bzw. vervollständigt werden (z.B. Wanzen, Zikaden, Spinnentiere, Laufkäfer).

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Herzliche Gratulation an die erfolgreichen Projektwerber!

Das ABOL-Koordinationsteam

Am ersten März ist das vom BMWFW mit 1 Million Euro geförderte Hochschulraumstrukturmittel (HRSM) Projekt angelaufen. Das Projekt hat den Aufbau von universitären DNA-Barcoding-Pipelines für ABOL zum Ziel. Die Universität Graz hat dankenswerterweise die Projektleitung übernommen. Weiters beteiligt sind die Universitäten Wien und Salzburg, die BOKU und die Veterinärmedizinische Universität Wien. Somit können wir verkünden, dass bereits jetzt, in der Endphase des Anstoßprojektes, das ABOL-Gesamtprojekt erfolgreich gestartet ist. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass wir uns auf irgendwelchen Lorbeeren ausruhen können – viele weitere kleinere und größere Projekte müssen initiiert werden, damit wir unser Langzeitziel, die Erstellung von DNA-Barcodes für sämtlicher Tier-, Pilz- und Pflanzenarten erreichen können und diese für verschiedenste Anwendungen genutzt werden können. Dafür benötigen wir die Mitarbeit von allen Experten und Institutionen, die sich mit Biodiversität befassen!

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