Liebe ABOL-Community und Biodiversitäts-Interessierte,

das Programm zur diesjährigen ABOL-Tagung ist nun fertig und kann hier heruntergeladen werden: program-abol-meeting2018.

Weitere Infos sind auf unserer Tagungswebsite zu finden!

Wir freuen uns, dass sich so viele Leute angemeldet haben und hoffen auf produktive Workshops und eine spannende Fachtagung!

Euer ABOL-Koordinationsteam

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Der Biodiversitätsverlust wird zur Zeit von den Medien vielfach thematisiert. Ein Anlass dafür ist der vor kurzem vom WWF veröffentlichte Living Planet Report 2018, der einen anhaltenden massiven Bestandesrückgang bei Wirbeltieren aufzeigt. Der Living Planet Index (LPI) wird seit 1998 im 2-Jahresrhythmus erstellt und trifft Aussagen über die Bestandesentwicklung tausender Wirbeltierarten. Das Ergebnis zeigt einen dramatischen  Rückgang der Tierbestände um durchschnittlich 60% seit 1970.
Erstmals wurde nun – in Zusammenarbeit von WWF und BOKU – der LPI auch für Österreich (Seite 11) erstellt. Untersucht wurde der Zeitraum 1986 bis 2015. Das Ergebnis ist besorgniserregend: Der Rückgang der untersuchten Wirbeltierbestände beträgt 70% und übertrifft somit den globalen Wert.
Bei den Wirbellosen ist der Rückgang ebenso dramatisch, wie der Bericht von Hallmann et. al 2017 zeigt. Hier wird ein Rückgang der Insektenbiomasse von über 75% in den letzten 27 Jahren in Deutschland angegeben.
Vortragende des Internationalen Insektenschutzsymposiums am Naturkundemuseum Stuttgart haben einen Neun‐Punkte‐Plan gegen das Insektensterben verfasst, der Lösungsansätze vorschlägt.
Ein wesentlicher Punkt ist die Forderung nach einer Forschungs‐ und Bildungsoffensive, um die riesigen Lücken in unserem Wissen zur heimischen Biodiversität zu schließen. Nur dann können wir den dramatischen Verlust an Insektenbiomasse auch mit Informationen zu Arten unterlegen. Biodiversitäts-Initiativen wie ABOL können dabei wesentliche Beiträge liefern.

Liebe ABOL-Community und Biodiversitäts-Interessierte,

Die diesjährige ABOL-Tagung findet am 6. und 7. Dezember 2018 am Naturhistorischen Museum statt.

Die ANMELDEFRIST wurde bis 31. Oktober 2018 verlängert!

Anmeldung zu den Workshops am 6. 12. und der Fachtagung am 7.12. bitte per E-Mail an abol@nhm-wien.ac.at.
Vorträge und Poster für die Fachtagung können ebenfalls noch eingereicht werden!

Weitere Infos zur Tagung finden Sie auf unserer Tagungs-Website: https://www.abol.ac.at/abol-tagung-2018/

Bitte geben Sie die Information an Interessierte weiter!

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Das ABOL-Koordinationsteam

 

Aufgrund des großen Erfolges wird die Sonderausstellung „Hotspot Mur. Smaragde im Verborgenen“ im Grazer Naturkundemuseum Joanneum bis 9.12.2018 verlängert. Die Ausstellung widmet sich den z.T. seltenen Tier- und Pflanzenarten der Mur und den dahinter liegenden Auen. Die erst kürzlich neu entdeckte und heuer erstmal publizierte Fischart Romanogobio skywalkeri (Smaragdgressling) kommt nur in einigen Abschnitten der Mur vor. Die Ausstellung widmet sich auch der Entdeckung dieser Fischart und generell dem Artenreichtum der Mur, der zunehmend bedroht wird. DNA-Barcoding und ABOL als österreichische Biodiversitätsinitiative werden ebenfalls vorgestellt.

Kuratoren: Ursula Stockinger (Universalmuseum Joanneum), Stephan Koblmüller (Universität Graz), Wolfgang Paill (Universalmuseum Joanneum)

Infos: https://www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum/ausstellungen/ausstellungen/events/event/6859/hotspot-mur

Liebe ABOL-Community, liebe  Biodiversitäts-Interessierte,

Nächstes Jahr findet die 8. iBOL-Tagung statt. Diesmal tagt die weltweite Barcoding-Community in Trondheim, Norwegen. Interessierte können sich schon jetzt den 17.-20. Juni 2019 in den Kalender eintragen. Auch die Tagungswebsite ist bereits online. Unter http://dnabarcodes2019.org/ findet man Informationen zum Tagungsort sowie die Eckdaten zur Tagung.

Wir hoffen auf rege Teilnahme aus Österreich

Euer

ABOL-Koordinationsteam

Wer kennt sie nicht aus dem eigenen Garten, die Spanische Wegschnecke? Eine Studie an der BOKU Wien konnte zeigen, dass Citizen Scientists beitragen können, die Häufigkeit von Wegschnecken der Gattung Arion in Privatgärten zu untersuchen. Die Qualität der Bestimmung konnte bei der Studie durch die Verwendung des DNA-Barcoding-Ansatzes gesichert werden.

Die Publikation ist frei verfügbar unter https://bmcecol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12898-018-0179-7.

 

Passend zur Thematik eines Workshops im Rahmen der diesjährigen ABOL-Tagung befasst sich ein Review mit dem Thema “Genetische Methoden in der biologischen Bewertung aquatischer Lebensräume”. Die Publikation bietet Informationen zu Vorteilen und möglichen Fehlerquellen von (e)DNA-Metabarcoding-Ansätzen für die Berechnung biotischer Indizes, bietet Ausblicke in mögliche zukünftige Entwicklungen und gibt Empfehlungen für die zukünftige Integration von DNA-Metabarcoding in routinemäßige Biomonitoring-Programme.

Die Publikation ist zu finden unter https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0048969718316322.

 

Zwei Publikationen zu Gebirgsarten von Nachtfaltern zeigen die Vorteile eines integrativen Ansatzes und die Vorteile internationaler Zusammenarbeit innerhalb der DNA-Barcoding-Community.

Ein Vergleich von Vertretern der Verwandtschaftsgruppe um die Eulenfalterart Agrotis fatidica aus den Alpen, den Pyrenäen, dem Apennin und aus Südnorwegen führte zur Neubeschreibung von zwei Arten.

Die Publikation ist zu finden unter https://nl.pensoft.net/article/23090/.

Eine Studie zu Vertretern der Zünslergattung Udea fand unter anderem Hinweise für Hybridisierung zwischen zwei Arten.

Die Publikation kann unter https://zookeys.pensoft.net/article/22020/ heruntergeladen werden.

 

 

Liebe ABOL-Community und Biodiversitäts-Interessierte,

wie wir bereits informiert haben, findet die heurige ABOL-Tagung am 6. und 7. Dezember am Naturhistorischen Museum Wien statt.
Der erste Tag der Tagung (6.12.) ist heuer ganz der Praxis gewidmet. Dazu werden wir zwei Workshops abhalten – am Vormittag wollen wir ArtenkennerInnen ansprechen mit dem Thema „Sammeln für ABOL – ABOL für Sammler“
(-> Infoblatt); der Workshop „Biodiversitäts-Monitoring mittels DNA: von der Forschung zur Anwendung“ am Nachmittag richtet sich an Stakeholder, Anwender und WissenschaftlerInnen (-> Infoblatt).
Beide Workshops werden auf Deutsch abgehalten.

Die Fachtagung findet am 7.12. in englischer Sprache statt. Wir bitten um Einreichung von Abstracts für Vorträge und Poster! (E-Mail an abol@nhm-wien.ac.at)

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos! Der Tagungsbeitrag für die Fachtagung am 7.12. beträgt EUR 20,- (zahlbar vor Ort; für Studierende kostenlos).

Wir bitten um Registrierung bis 15. Oktober 2018 (auch für die Teilnahme an den Workshops!)

Auf unserer Tagungs-Website (-> www.abol.ac.at/abol-tagung-2018) werden alle Infos zur Tagung gesammelt und aktualisiert!

Wir freuen uns auf spannende Beiträge und eine interessante Tagung!

Euer ABOL-Koordinationsteam

Liebe ABOL-Community und Interessierte!

Die Registrierung für die diesjährige ABOL-Tagung am 06. und 07. Dezember 2018, ist ab sofort per Mail an abol@nhm-wien.ac.at möglich! Sie findet am Naturhistorischen Museum Wien statt. Diesmal können Vorträge und Poster eingereicht werden – Abstracts bitte auch an abol@nhm-wien.ac.at schicken.

Am Donnerstag, den 06.12., wird ein Workshop zum Thema „eDNA und Meta-Barcoding“ stattfinden, der sich an Stakeholder und Anwender richtet. Zusätzlich wird ein Workshop für Sammler und Citizen Scientists angeboten.

Am Freitag, 07.12., finden Fachvorträge und eine Postersession statt (bitte Abstracts einreichen s.o.).

Der Tagungsbeitrag von 20 EUR ist vor Ort zahlbar. Für Studierende ist die Teilnahme kostenlos.

Bitte den Termin vormerken und gerne in Ihrem Einflussbereich weiterverbreiten!

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr/Euer ABOL-Team

Die Lange Nacht der Forschung ist vorbei – Zeit für einen kleinen Rückblick auf die gelungene Veranstaltung!

Im Vortragssaal des Naturhistorischen Museums Wien konnte man sich einen Überblick über laufende Projekte und zahlreiche Aspekte der ABOL-Initiative schaffen.Den BesucherInnen wurden Einblicke in das Leben der parasitischen Würmer gewährt. Sie konnten im Stereomikroskop die Verankerung von Kratzwürmern im Darm einer Barbe, einem europäischen Süßwasserfisch, beobachten, und den Rüssel eines präparierten und fixierten Tieres im Detail ansehen.

Weiter konnten sie Federn verschiedenen Vogelarten zuordnen, sowie Schlammpeitzger und Moderlieschen beobachten.
An einer weiteren Station wurde ein laufendes DNA-Barcoding-Projekt über Libellen vorgestellt. Man konnte lernen, wie Libellen im Feld mittels Feldstecher bestimmt werden und erfuhr, wie wichtig Libellen als Bioindikatoren sind.

Bei der Station zu Schnecken und Muscheln wurde in einem Diorama der Lebensraum der Schnecken der Rax veranschaulicht. Auf der Suche nach alpinen Schnecken konnte man die Arbeit von Schneckensammlern nachvollziehen und sehen wie schwer einige Arten zu entdecken sind.

Bei der Libellen- und der Schneckenstation erhielt man DNA-Sequenzen unbestimmter Arten. Diese wurden an der nächsten Station über das online Portal von BOLD (Barcode of Life Database) genetisch auf Artniveau bestimmt. Dies funktioniert nicht nur mit adulten Tieren, sondern auch mit Eiern, Larven und Geweberesten. Sogar in Wasserproben kann die DNA von Arten nachgewiesen werden.
Die ABOL-Initiative sammelt Fund- und Sequenzdaten zu österreichischen Organismen! An der Datenbank-Station konnte herausgefunden werden, wie diese Daten digital verarbeitet und gespeichert werden. Ein Inventarbuch aus dem Jahr 1885 zeigte die lange Tradition der Aufzeichnungen zur Biodiversität.

Eine Station gewährte Einblicke in Laborarbeiten, die für das Erstellen des DNA-Barcodes notwendig sind. Schritte vom Verdau des Gewebes bis zur PCR wurden anschaulich erklärt.

Zusätzlich zu den Stationen bei denen es um den Aufbau der DNA-Barcoding-Datenbank ging, die eine genetische Bestimmung aller österreichischen Tiere, Pflanzen und Pilze ermöglichen soll, hatte man im Vortragssaal auch die seltene Möglichkeit ein Rastermikroskop in der Anwendung zu bewundern. Hier konnten Schnecken, parasitische Würmer und Libellenlarven angeschaut werden.

Wir freuten über alle 1600 BesucherInnen und hoffen auf ein Wiedersehen!

Am Freitag, 13. April, ist es wieder soweit:  In der Langen Nacht der Forschung wird die Vielfalt der Forschung in Österreich präsentiert.

ABOL ist dabei am Naturhistorischen Museum Wien zentral vertreten. Im Vortragssaal informieren mehrere Stationen über die ABOL-Initiative im Allgemeinen und über verschiedene ABOL-Projekte. Der DNA-Barcoding-Ansatz wird anschaulich an Beispielen demonstriert, und die Referenzdatenbank erklärt.

Hier finden Sie das Programm am NHM.

Wir hoffen auf reges Interesse und freuen uns auf die Veranstaltung!

Ihr ABOL-Team