Schlagwortarchiv für: ABOL

Zerynthia polyxena (c) P. Buchner

Liebe ABOL-Community,

es wird Zeit, über die vielen neuen Projekte zu berichten, die allein in der letzten Zeit angelaufen sind!

Allein bei den Schmetterlingen, der Vorzeigegruppe von ABOL, gibt es vier neue Projekte. Zwei davon, einerseits die “Schmetterlinge Vorarlbergs“, andererseits die “Nachtaktiven Schmetterlinge des Koblacher Riedes” betreffen die Lepidopterenfauna unseres westlichsten Bundeslandes, Vorarlberg. Beide Projekte werden von der inatura gefördert, ebenso wie das Projekt “Die Steinfliegen und Köcherfliegen Vorarlbergs“.

Des weiteren konnten wir die REWE-Privatstiftung “Blühendes Österreich” als finanziellen Unterstützer des DNA-Barcodings der “Tagfalter Österreichs” gewinnen.

Last but not least werden auch in Niederösterreich DNA-Barcodes von Schmetterlingen erstellt, wobei der Fokus auf Eulenfalterartigen liegt. Das Projekt “NOENO – Noctuoidea von Niederösterreich” wird von den Niederösterreichischen Landessammlungen und Ökoplus finanziert.

 

Liebe ABOL-Gemeinde,

wie schon letztes Jahr, durften wir heuer wieder eine erfolgreiche Tagung im Schlossmuseum Linz abhalten – ein herzliches Danke den Verantwortlichen des Linzer Landesmuseums. Wir freuen uns, dass wieder so viele Leute an der Tagung teilgenommen haben. Ein Dankeschön gilt ganz besonders auch den Vortragenden für ihre interessanten Beiträge zum heurigen Themenschwerpunkt “DNA-Barcoding in der Anwendung”. Sie ermöglichten einen umfassenden Eindruck, was mit DNA-Barcoding bereits alles möglich ist und gaben Anlass für lebendige Diskussionen.

Wir hoffen, dass die Tagung für alle Teilnehmer interessant und erfolgreich war und ausreichend Zeit und Gelegenheit für Gespräche und Networking geboten hat.

Ein paar Eindrücke und Erinnerungen an die Tagung finden Sie in unserer Bildergalerie (Fotocredits: F. Gusenleitner, H. Sattmann, M. Sonnleitner; sollte jemand mit der Veröffentlichung eines oder mehrerer Bilder nicht einverstanden sein, bitte ein Mail an abol@nhm-wien.ac.at).

Mit besten Grüßen,

Ihr/Euer ABOL-Team

Eine faszinierende neue Publikation befasst sich mit dem Potenzial der Artabgrenzung mittels DNA-Barcodes bei Schmetterlingen (Lepidoptera). Eine internationale Kooperation, unter Beteiligung von Wissenschaftlern des Tiroler Landesmuseums, konnte anhand des bislang größten CO1-Datensatzes nachweisen, dass für einen Großteil der Europäischen Schmetterlinge eine verlässliche Bestimmung mittels DNA-Barcodes möglich ist.

Für eine solche Bestimmung ist wechselseitige Monophylie von Vorteil. Wo diese nicht gegeben ist, sind die Experten gefragt, die richtige Möglichkeit unter mehreren Erklärungen zu finden. Die Veröffentlichung gibt dazu eine schöne Zusammenfassung möglicher Gründe.

Zitat:

Mutanen, M. et al. (2016). Species-Level Para- and Polyphyly in DNA Barcode Gene Trees: Strong Operational Bias in European Lepidoptera. Systematic Biology, 65(6), 1024–1040.

Als Vertreter einer Österreichischen DNA-Barcoding-Initiative werden wir oft gefragt, warum wir von Arten, zu denen ohnehin schon aus anderen Ländern DNA-Barcodes bestehen, noch Vertreter aus Österreich barcoden wollen. Die beste Antwort dazu liefern zwei kürzlich veröffentlichte Beiträge zu Nachtfaltern vom ABOL-Pilotprojekt Schmetterlinge, das unter Leitung von Peter Huemer am Tiroler Landesmuseum durchgeführt wird. Bei einigen Wickler-Arten wurde angenommen, dass sie über die gesamte Nordhalbkugel verbreitet sind. Dank der internationalen Vergleichbarkeit von Barcoding-Daten erwiesen sie sich als Artenschwärme. Im Zuge der Arbeit konnte mit Ancylis christiandiana Huemer & Wiesmair, 2016 (s. Bild) auch eine neue Art aus Österreich beschrieben werden. Auch eine weit verbreiteten Langhornfalter-Art erwies sich als ein Komplex von 3 Arten, wovon eine (Nemophora scopolii Kozlov, Mutanen, Lee & Huemer, 2016), aus Österreich beschrieben wurde.

ancylis_christiandiana02_tlm_eckelt_kleinLiteratur:

Gilligan, T., Huemer, P., & Wiesmair, B. (2016). Different continents, same species? Resolving the taxonomy of some Holarctic Ancylis Hübner (Lepidoptera: Tortricidae). Zootaxa, 4178(3), 347–370.

Kozlov, M. V., Mutanen, M., Lee, K. M., & Huemer, P. (2016). Cryptic diversity in the long-horn moth Nemophora degeerella (Lepidoptera: Adelidae) revealed by morphology, DNA barcodes and genome-wide ddRAD-seq data. Systematic Entomology

Liebe ABOL-Interessierte,

neben zahlreichen assoziierten Projekten zu Pilzen und Tieren wurden nun auch zwei Projekte zum Barcoding von Pflanzen gestartet.

An der Universität Salzburg läuft seit einiger Zeit ein DNA-Barcoding-Projekt über Frühlingsenziane, eine morphologisch schwer unterscheidbare Gruppe, unter der Leitung von Andreas Tribsch. DNA-Barcoding soll dabei die Identifizierung von Jungpflanzen und Hybriden in Mischpopulationen ermöglichen (lesen Sie mehr…).

Ein zweites assoziiertes Projekt hat zum Ziel, bestimmte invasive Pflanzenarten mittels DNA-Barcoding zu charakterisieren um kryptische Invasionen besser verstehen zu können. Dieses Dissertationsprojekt von Clemens Pachschwöll wird von der Universität Wien gefördert (lesen Sie mehr…).

Liebe ABOL-Interessierte,

wir möchten Sie daran erinnern, dass am 3. und 4. Dezember 2016 die diesjährige ABOL-Tagung im Schlossmuseum Linz stattfindet. Wir freuen uns bekanntgeben zu können, dass das Vortragsprogramm um den Beitrag von Bettina Thalinger (Universität Innsbruck) reicher geworden ist. Das aktualisierte Programm kann hier heruntergeladen werden: Download ABOL-Tagungsprogramm aktuell

Anmeldungen bitte bis 20. November per e-mail an Michaela Sonnleitner (abol.msonnleitner@gmail.com). Es gibt auch die Möglichkeit Poster zu präsentieren – in diesem Fall bitten wir um ein Abstract bis 20.11.2016.

Bitte den Tagungsbeitrag von € 15,- (zahlbar vor Ort; kostenlos für Studierende) nicht vergessen!

In Erwartung einer spannenden und lebhaften Tagung,

Ihr ABOL-Team

 

Liebe ABOL-Gemeinschaft, liebe  Biodiversitäts-Interessierte,

endlich ist es soweit, das Vortragsprogramm für die diesjährige ABOL-Tagung ist fertig und kann hier heruntergeladen werden: Programm ABOL-Tagung 2016

Der Schwerpunkt der Tagung liegt heuer auf den angewandten Aspekten von DNA-Barcoding.
Einen herzlichen Dank schon vorab den Vortragenden für ihre Beiträge!

Die ABOL-Tagung beginnt am  3. Dezember um 18:00 im Anschluss an die NOBIS-Tagung (2. und 3. Dezember) mit Registrierung und anschließendem Icebreaker mit Buffet im Schlossmuseum Linz. Wir danken dem OÖ Landesmuseum für die Bereitschaft auch heuer wieder die Tagung zu beherbergen!

Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme und rufen Sie auf, mit Ihrem Poster die Tagung zu bereichern!

Anmeldungen bitte per e-mail an Michaela Sonnleitner (abol.msonnleitner@gmail.com)
Tagungsbeitrag (zu bezahlen bei der Registrierung vor Ort): € 15.- (kostenlos für Studierende)

abol-tagung2016-programm1

Liebe Biodiversitäts-Community,

Wildbienen erfreuen sich – durch verschiedene Kampagnen in der nahen Vergangenheit – zunehmender Bekanntheit in der Bevölkerung. Österreich weist einen hohen Artenreichtum an Wildbienen auf und viele Arten sind aufgrund ihres engen Nahrungsspektrums und/oder ihrer engräumigen Verbreitung schützenswert.

Daher freuen wir uns besonders, bekanntgeben zu können, dass in den letzten Wochen zwei assoziierte Projekte zum DNA-Barcoding von Wildbienen angelaufen sind.

Lesen Sie mehr:
Assoziiertes Projekt: DNA-Barcoding ausgewählter Wildbienen
Assoziiertes Projekt: Wildbienen Wiens

Ihr ABOL-Team

Liebe Biodiversitäts-Gemeinde,

die diesjährige ABOL-Tagung wird am Sonntag den 4.12.2016 wieder im Schlossmuseum Linz stattfinden.
Bitte den Termin vormerken!
Sie findet heuer direkt im Anschluss an die NOBIS-Tagung statt (2. & 3.12.2016, Schlossmuseum Linz).

Acerentomon christiani

Liebe ABOL-Gemeinschaft,

es war 2004 als die Studie von Christian & Szeptycki den Leopoldsberg zum weltweiten Biodiversitätshotspot für Proturen machte. Sie wiesen 23 Arten im Boden eines äußerst trockenen Hanges nach. Bei dem Versuch, die Diversität dieser extrem kleinen (1 mm langen) und blinden Bodenbewohner auch genetisch zu untersuchen, konnten 4 weitere Arten am selben Standort nachgewiesen werden, eine davon war neu für die Wissenschaft (Resch et al 2014).

Diese Art wurde nun unter dem Namen Acerentomon christiani formal beschrieben (Shrubovych et al. 2016). Der ermittelte DNA-Barcode wurde als Teil der Artbeschreibung veröffentlicht.

281293 {:QN7WGGIH},{:74DW224H} 1 apa 50 default 5887 https://www.abol.ac.at/wp-content/plugins/zotpress/