Smaragdgressling

Im Rahmen von Aufsammlungen an der Oberen Mur im Jahr 2014 wurden von der Universität für Bodenkultur gründlingsartige Fische gefangen, die sich von allen bekannten österreichischen Romanogobio-Arten morphologisch und ökologisch unterschieden. Erste DNA-Barcoding Ergebnisse vom ABOL-Pilotprojekt-Team Wirbeltiere um Stephan Koblmüller (Karl-Franzens-Universität Graz) ergaben keine Übereinstimmung mit den bekannten Gründling-Arten Eurasiens, ein starker Hinweis, dass eine neue Art gefunden wurde. Diese scheint ein sehr enges Verbreitungsgebiet und ein ähnliches ökologisches Profil wie juvenile Äschen aufzuweisen. Aufgrund des grünlichen Schimmers der adulten Individuen wird der Name Smaragdgründling vorgeschlagen.
Eine formelle Artbeschreibung ist in Vorbereitung.

Zitat:

Friedrich, T., Wieser, C., Unfer, G., Pinter, K., Daill, D., Zangl, S., & Koblmüller, S. (2015). Eine neue, unbeschriebene Gründlingsart der Gattung Romanogobio in der Oberen Mur – Eine erste Beschreibung anhand morphologischer Merkmale und DNA-Barcodes. Österreichs Fischerei, 68(4), 91–99. Cite

Das ABOL-Team freut sich ein neues assoziiertes Projekt vorstellen zu dürfen.
Das Projekt von Harald Letsch und Sven Winter soll neben DNA-Barcodes auch neue Erkenntnisse über die Verwandtschaftsbeziehungen dieser morphologisch schwierigen Gruppe bringen. Trotz der Neustrukturierung der Gattung Apion auf Basis von Futterpflanzennutzung und Morphologie bleiben taxonomische Fragen offen. Erste Barcoding Ergebnisse deuten auf das Vorhandensein von kryptischen Arten hin.

Auch 2015 wird es wieder ein ABOL-Meeting geben. Die Tagung soll wieder zweitägig, am 5./6. November 2015, im Schloßmuseum in Linz stattfinden. Wir danken dem OÖ Landesmuseum für die Bereitschaft dem Meeting ein zu Hause zu geben und freuen uns jetzt schon auf eine interessante und anregende Tagung.

Prosit 2015

Sehr geehrte Biodiversitätsgemeinschaft.

Das ABOL Team wünscht allen ein erfolgreiches und diverses Neues Jahr.

Herzliche Grüße

Ihr/Euer ABOL-Team

Sehr geehrte Biodiversitätsgemeinde.

Wir laden alle, an der Biodiversität Österreichs interessierten Leute zum ABOL Kick-off Meeting ein. Dieses findet am 13. und 14. November 2014 am Naturhistorischen Museum in Wien statt.

Am Donnerstag, 13. November wird die Anfang Juli gestartete Initiative vorgestellt. Neben der Beleuchtung des Stands der Biodiversitätsforschung in Österreich, werden die vier Pilotprojekte vorgestellt, die in der Anstoßphase der Initiative ausgewählt wurden DNA-Barcoding als methodischen Zugang der Erforschung der organismischen Vielfalt in Österreich zu etablieren.

Diese 3-jährige Anstoßphase dient in erster Linie dem Aufbau der Infrastruktur für das folgende Gesamtprojekts, bei dem alle Tier-, Pflanzen- und Pilzarten Österreichs mittels DNA-Barcoding erhoben werden sollen. Der Freitag dient folglich der Bildung gruppenspezifischer Cluster. Nach Vorträgen zu Herausforderungen der Erhebung von Biodiversität, folgt eine erste Vernetzung von Expertinnen der verschiedenen Organismengruppen.

Download des Programms

Wir freuen uns auf zahlreiches Kommen

Ihr/Euer ABOL-Team

Workshop Johnsbach 2014

ABOL war einer der Schwerpunkte beim „Workshop Alpine Landsnails“ (August 18-22 2014) in Johnsbach, Steiermark. Nikola Szucsich führte in seinem Vortrag in das Projekt ein und hob die besondere Bedeutung von Schutzgebieten für die Biodiversität an sich sowie für die Biodiversitätsforschung und den Naturschutz hervor. Der Nationalpark Gesäuse mit seinen zahlreichen Endemiten war in dieser Hinsicht ein besonders guter Boden für die Präsentation der Bestrebungen von ABOL: eine seriöse Erfassung der Fauna und Flora des Landes mittels integrativer taxonomischer Methoden und einer geeigneten Datenbank. Für eines der vier Pilotprojekte im Rahmen von ABOL, die Erfassung der österreichischen Molluskenfauna, wurden vor Ort geprobt. In Exkursionen im und um den Nationalpark Gesäuse wurden Daten erhoben, die in dies ABOL-Datenbank einfließen sollen. Ein Grundstock an Daten ist allerdings bereits durch die bisherige Arbeit der Projektgruppe „Alpine Landschnecken“ sowie durch die reichen Bestände der wissenschaftlichen Sammlung des Naturhistorischen Museums Wien

gegeben. Präsentationen über die Datenqualität alter Sammlungen und über die rechtlichen Aspekte des Sammelns sowie Berichte über Biodiversitätsstudien in anderen Teilen Österreichs ergänzten den DNA-Barcoding-Schwerpunkt.

Dem Management des Nationalparks danken wir für ideelle, organisatorische und materielle Hilfestellungen. Den Freunden des Naturhistorischen Museums danken wir für finanzielle Unterstützung. Und allen Teilnehmern danken wir für interessante Gespräche und gute Stimmung.

Grünfink (Carduelis chloris)

Wir freuen uns, Ihnen die ABOL-Homepage präsentieren zu dürfen!

 

Ihr webmaster Daniela Lutz und das ABOL-Team