ABOL-BioBlitze 2026 – von der Flussebene bis zum Gipfel
Die ABOL-Freilandsaison ist offiziell beendet!
Seit 2019 ist das ABOL-Koordinationsteam bei den verschiedenen Tagen der Artenvielfalt mit ABOL-Bioblitzen aktiv bei denen DNA-Barcodes generiert werden und Expert:innen mit diesem methodischen Ansatz vertraut gemacht werden. Auch dieses Jahr erfreuten sich die Tage der Artenvielfalt großer Beliebtheit. Dank der zahlreichen engagierten Expertinnen und Experten wurden viele Arten dokumentiert und es gab auch eine rege Beteiligung an den ABOL-BioBlitzen.
Die diesjährigen Veranstaltungen führten durch ein breites Spektrum an Lebensräumen – vom Tiefland mit Trockenrasen, Wiesen und Wäldern bis in höchste Lagen mit Niedermooren und alpinen Matten.
Den Auftakt machte der Tag der Artenvielfalt am 12. & 13. Juni im Biosphärenpark Wienerwald in Wien Penzing. Mehr als 100 Experten erhoben in Trockenrasen, Wiesen und Wäldern der collinen Stufe insgesamt 1455 Arten. Trotz des wechselhaften Wetters war diese Veranstaltung ein voller Erfolg. Beim anschließenden Fest der Artenvielfalt konnten Jung und Alt Geologie, Naturschutz und Biodiversität hautnah erleben.
Ähnliche Standortsbedingungen gab es beim darauffolgenden Geo-Tag am Simon Hof in Mittertrixen, Kärnten. Das ABOL-Koordinationsteam konnte zwar selber nicht vor Ort sein, die Möglichkeit Gewebeproben für DNA-Barcodes beizusteuern, wurde den Teilnehmer:innen trotzdem geboten. Wir bekamen sehr positive Rückmeldung von der Veranstaltung, bei der keine Mühen gescheut wurden, um am 27. & 28. Juni die Biodiversität auf einem aktiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betrieb zu erheben. Laubwald-, Teich- und Felsbiotope luden zur Artensuche ein. Die ca. 40 Forschenden konnten 850 Arten verzeichnen.
Am zweiten Juliwochenende fanden zwei Tage der Artenvielfalt zeitgleich statt. Von 10. bis 12. Juli wurde der Tag der Artenvielfalt im Tiroler Teil des Nationalparks Hohe Tauern im Debanttal veranstaltet. Die große Höhenamplitude – von der montanen bis in die alpine Stufe – spiegelte sich auch in den hohen Artenzahlen wider. Bei traumhaften Wetter konnten ca. 60 Forschende etwa 2400 Beobachtungen dokumentieren. Auch die Lebensräume hätten diverser nicht sein können – von Lärchen-Zirbenwäldern über Weiden, alpine Rasen, Blockhalden, Quellfluren bis hin zu Niedermooren und einem alpinen See war alles dabei.
Parallel wurde am 10. & 11. Juli zum Geo-Tag der Artenvielfalt im Europaschutzgebiet Untere Lavant geladen. Dort standen colline Uferbereiche, Auwälder, Altarme, Schlucht- und Hangmischwälder und Grünlandflächen im Fokus. Unter großem Einsatz – nicht alle Teilnehmer:innen blieben trocken – wurde auch hier die Artengarnitur erhoben. Dabei konnten ca. 45 Forschern knapp unter 1000 Arten nachweisen.
Den Abschluss bildete der GEO-Tag der Artenvielfalt im Biosphärenpark Nockberge am 17. & 18. Juli. Rund um den Falkertsee wurde zwischen etwa 1300 und 2000 m Seehöhe die Biodiversität erfasst. Das Gebiet zeichnet sich durch Almweiden, Lärchen- und Zirbenwäldern, naturnahe Bachoberläufe sowie den Falkertsee selbst aus. Rund 35 Forschende dokumentierten nach erster Hochrechnung 735 Arten.
Die Ergebnisse der diesjährigen ABOL-BioBlitze zeigen einmal mehr, wie wertvoll die Zusammenarbeit engagierter Expertinnen und Experten für die Erfassung der Biodiversität ist. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Veranstalterinnen und Veranstaltern sowie allen Teilnehmenden, die mit ihrem Einsatz zum Erfolg der Veranstaltungen beigetragen haben.
Mehr Infos und Highlights findet ihr hier:
Tag der Artenvielfalt: Auf Entdeckungstour in Wien-Penzing | Biosphärenpark Wienerwald
20 Jahre Tage der Artenvielfalt – nationalparksaustria.at | DE
Impressionen (Fotos M. Sonnleitner, J. Heinzl, N. Szucsich)







































(c) M. Sonnleitner
M. Sonnleitner

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