ABOL-BioBlitze dienen der Digitalisierung taxonomischer Expertise im Rahmen der Tage der Artenvielfalt – so wird oft rares, privates Wissen über Artenvielfalt für die Gesellschaft verfügbar gemacht. Diese zentrale Aussage soll der kürzlich im Barcode-Bulletin (iBOL) veröffentlichte Artikel vermitteln.
In Zeiten des rasanten Verlustes an Biodiversität stehen wir vor der Herausforderung, zuverlässige Biodiversitätsdaten so rasch wie möglich zu generieren und zugänglich zu machen. Einen wesentlichen Teil des Wissens über Biodiversität – z.B. über bestimmte Insektengruppen – besitzen private ExpertInnen, oft auch nur wenige Personen. An den Tagen der Artenvielfalt, wie sie mittlerweile fast in allen Bundesländern stattfinden, werden wertvolle Daten generiert und im Rahmen der ABOL-BioBlitze mittels DNA-Barcoding auch genetisch untermauert und über die internationale Datenbank BOLD universell verfügbar gemacht.
Lesen Sie mehr zu diesem Thema in unserem Artikel “ABOL BIOBLITZ: DNA BARCODING SAFEGUARDS TAXONOMIC KNOWLEDGE – The Austrian Barcode of Life (ABOL) initiative uses DNA barcoding to safeguard and make publicly accessible rare knowledge on biodiversity generated in the course of local BioBlitz events“
Schlagwortarchiv für: Biodiversitätsverlust
Am 18. Dezember fand das 2. Österreichische Forum zu Biodiversität & Ökosystemleistungen an der VetMed Uni Wien unter dem Motto Landnutzung und Biodiversität statt.
Neben Vorträgen zur Messung und Bewertung von Biodiversität und dem Launch des Biodiversitätsatlas für Österreich (https://biodiversityatlas.at/), ging der Österreichische Biodiversitätsrat mit fünf Kernforderungen zum Schutz der heimischen Biodiversität an die Öffentlichkeit (-> zu den Positionen). Maßnahmen zum Stopp der Biodiversitätskrise, die Einhaltung von Verpflichtungen, der Wandel zur naturverträglichen Gesellschaft, die Stärkung von Bildung und Wissenschaft, sowie passend zum Thema des Forums, der Wechsel zu einer biodiversitätsfördernden Landnutzung wurden vorgestellt und in Workshops von ExpertInnen diskutiert.
Alle, die sich den Zielen des Netzwerks für Biodiversität verbunden fühlen, können ein Memorandum of Understanding unterzeichnen (https://www.biodiversityaustria.at/netzwerk/mou/).
Biodiversität ist ein Begriff, der noch bei weitem nicht fest genug in den Köpfen der Menschen verankert ist. Der globale Klimawandel kann als Faktum, Problem und Gefahr nicht mehr wegdiskutiert werden, „Fridays for Future“ ist ein Ausdruck dafür. Das „Sechste Massensterben“ hingegen ist in vollem Gang, und dennoch fangen sehr viele Leute nichts mit dem Begriff Biodiversität an. Dies und die Tatsache, dass eine Trendumkehr der globalen Erwärmung ohne gleichzeitiges Stoppen der Lebensraumzerstörung und des Biodiversitätsverlustes nicht stattfinden kann, hat Elisabeth Haring beim „Fridays For Future“ Streik am 15.11. am Stock im Eisenplatz in Wien thematisiert.
https://fridaysforfuture.at/gruppen/wien
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